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         Nina Woesmann |  Wacholderstr.4 | 44225 Dortmund  | Tel: 0231 / 130 202 14 | Mobil: 0176 / 6602 4747  |
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Homöopathie - Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt
Nicht nur in der Humanmedizin, auch in der Tierheilkunde werden immer mehr sanfte Heilmethoden ohne Nebenwirkungen gesucht. So durfte vor allem die Homöopathie in den letzten Jahren einen enormen Aufschwung erfahren.
 
Doch was ist Homöopathie genau?
Obwohl jeder von uns diesen Begriff schon gehört hat, ist die Wirkungsweise dieser faszinierenden Heilmethode vielen Europäern völlig unbekannt. Viele setzen homöopathische Arzneimittel fälschlicherweise mit normalen, natürlichen Medikamenten gleich. Doch Kräutertees, Zwiebelwickel und Knoblauchtabletten usw. haben nichts mit Homöopathie zu tun.
 
Das Wort Homöopathie ist aus den griechischen Wörtern homios (= ähnlich) und pathos (= Leiden) abgeleitet. Homöopathische Gedanken finden sich schon beim griechischen Therapeut Hippokrates und bei Paracelsus, dem berühmten Basler Therapeut des Mittelalters. Die heutige Form der Homöopathie hat der deutsche Therapeut Christian Friedrich Samuel Hahnemann  (*10.April 1755 in Meißen - 2.Juli 1843 in Paris) entdeckt und entwickelt. Hahnemann war ein deutscher Arzt, medizinischer Schriftsteller und Übersetzer. Er ist der Begründer der Homöopathie.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ihm war aufgefallen, dass Chinin,einem Alkaloid aus der Chinarinde, welches beim Patienten verschiedene Formen von Anfallsweise auftretendem Fieber heilt, beim gesunden Menschen eine Art Wechselfieber auslöst, so bald er diese Substanz einnimmt. Dies war seine erste Erfahrung mit dem Prinzip, das er später als Ähnlichkeitsregel definiert hat. Nun hat Hahnemann begonnen, immer mehr Substanzen an sich und an anderen gesunden Menschen zu testen, um zu sehen, welche körperlichen und geistigen Veränderungen damit ausgelöst werden. So hat er unzählige «Arzneimittelbilder» erhalten.
 
Potenzierung
Gleichzeitig hat er diese Substanzen «verdünnt», einerseits um Vergiftungen zu vermeiden, und andererseits, um zu sehen, wie stark eine Substanz verdünnt werden kann, ohne ihren therapeutischen Wert zu verlieren.

Dabei machte er eine erstaunliche Feststellung:
Je mehr eine Substanz durch homöopathisches Verschütteln verdünnt wird, desto stärker wird seine heilende Kraft!
Hahnemann und seine Nachfolger kamen zur Erkenntnis, dass eine Substanz in einer Verdünnung - man spricht in der Homöopathie von Potenzierung — von 1:100000 oder mehr in den meisten Situationen wesentlich stärker wirkt als die unverdünnte Ursubstanz.
 
Homöopathische Heilmittel werden hauptsächlich in Form kleiner Kügelchen, den so genannten Globuli, abgegeben. Es gibt sie aber auch als Tropfen und selten als Tabletten. Jedes Mittel ist in verschiedenen Potenzen erhältlich. Der Buchstabe D bedeutet, dass die Ursubstanz immer im Verhältnis 1:10 mit einer Lösung verdünnt und verschüttelt wurde. Die Zahl dahinter gibt an, wie viel mal dieser Schritt gemacht wurde. Die Bezeichnung D12 entspricht also einer Verdünnung von 1: 1= eine 1 mit 12 Nullen). Bei den C-Potenzen wird bei jedem Schritt im Verhältnis 1:100 verdünnt und verschüttelt, bei CM-Potenzen 1000 mal 1:100 1= 1:10 und bei CXM gar 10000 mal 1:100, 1:10000. Während die schwächeren Potenzen bis D12 bzw. C12 in Apotheken und Drogerien erhältlich sind, sollten CM und CXM- Potenzen nur von einem ausgebildeten Homöopathen abgegeben werden.
 
 
Selbstheilung wird Aktiviert
Wie ist das zu erklären? Wir wissen, dass alle Stoffe aus bestimmten Molekülen bestehen, die chemisch analysiert werden können. (Wasser z.B. besteht aus H2O- Molekülen). Doch die homöopathische Heilwirkung kann unmöglich von der stofflichen Substanz herrühren. Es scheint, dass Pflanzen, Tiere, Mineralien und andere Ausgangsstoffe eine Information enthalten, deren heilende Kraft sich verstärkt, wenn die rein stoffliche Wirkung nachlässt. Mit Hilfe von Trägersubstanzen Wasser, Alkohol, Milchzucker können diese Informationen an den kranken Menschen oder an das kranke Tier weitergegeben werden. Dies ist vergleichbar mit einem Brief, mit einem Tonband oder mit einer Computer- Diskette. Wir können das Papier und die Tinte eines Briefes chemisch analysieren. Das Geschriebene jedoch ist chemisch nicht nachweisbar. Bei einer Kassette finden wir Moleküle von verschiedenen Metallpartikeln. Die aufgezeichnete Musik hingegen ist weder chemisch noch vom Auge erkennbar. Nur ein Kassettengerät kann die gespeicherte Information hörbar machen. Auch eine Diskette enthält Informationen, die wir weder sehen noch hören können. Wenn wir die Diskette aber in einen Computer einlegen, ist die gespeicherte Information erkennbar. Es ist anzunehmen, dass diese, wissenschaftlich noch nicht nachweisbaren, homöopathischen Informationen im kranken Menschen oder im kranken Tier die eigenen Heilungskräfte aktiviert. Homöopathische Mittel, die von der Ursubstanz meist kein einziges Molekül mehr enthalten, helfen dem Organismus, stärker und robuster zu werden und sich mit verschiedenen, (krankmachenden) Umwelteinflüssen besser auseinandersetzen zu können.
 
Nicht gegen die Krankheit, sondern für das Individuum
Wie die meisten alternativen Heilmethoden ist die Homöopathie eine Ganzheitsmethode, die sowohl Seele und Körper des Patienten anspricht. Der homöopathisch arbeitende Therapeut bemüht sich deshalb, die ganze Persönlichkeit des Patienten zu erkennen. Aufgrund dieses Patientenbildes bestimmt er das Medikament. Die Homöopathie hat die Eigenheit, dass ein Mittel nicht gegen die Krankheit, sondern für das Individuum eingesetzt wird. Das richtig gewählte Mittel gibt dem Organismus einen Impuls, damit dieser besser ins Gleichgewicht kommt. So wird der Körper zur Selbstheilung angeregt. Aus diesem Grund kann in der Homöopathie eine ähnliche Krankheit nicht bei jedem Patienten mit demselben Heilmittel behandelt werden. Der Therapeut verordnet nicht einfach ein Globuli gegen Kopfschmerzen oder Tropfen gegen Husten. Dafür wirkt ein einziges Mittel oft bei mehreren, scheinbar unzusammenhängenden Krankheiten.Der Krankheitsname ist zum Finden des richtigen Arzneimittels nicht sehr wichtig. Viel entscheidender sind die individuellen Äußerungen der Symptome, d.h. diejenigen, die nicht bei allen Tieren mit der gleichen Krankheit vorkommen. Hat ein Tier z.B. Durchfall, ist der dünne Stuhl— homöopathisch gesehen — unwichtig. Dass das Tier aber seither nachts unruhig ist, muss zentral angesehen werden.

 
 
Kleine Dosen, große Wirkung
 
Die Abwehrlage des Organismus spielt eine wichtige Rolle für die Krankheitsanfälligkeit gegenüber den Keimen der Umgebung.
Infektionskrankheiten sind Krankheitsprozesse, bei denen Krankheitserscheinungen ursächlich direkt oder indirekt auf die Einwirkung von Krankheitserregern oder deren Toxine (Gifte) zurück zuführen sind. Die Infektion, d.h. die Ansteckung, erfolgt durch Haften und Vermehrung von pathogenen (krankmachenden) Erregern in einem Organismus. Infektionen und Infektionskrankheiten entstehen aber nicht durch einen Faktor, nämlich dadurch, dass ein pathogener (krankmachender) Keim einen Wirtsorganismus befällt. Sie sind fast immer das Ergebnis des Zusammenspiels mehrerer Vorgänge. Diese führen zu einer Ereigniskette, an deren Ende dann die Krankheit steht. Im Wesentlichen hängt die Entstehung einer Infektionskrankheit ab von den verschiedenen Biosystemen der Erreger, des Wirts und seiner Umwelt.
Neben dem Erreger und der Empfänglichkeit des Wirts sind jedoch eine Grolßzahl äußerer und innerer Einwirkungen für das Zustandekommen und den Ablauf von Infektionskrankheiten verantwortlich. Man fasst sie unter dem Begriff „ Stress"  zusammen und meint damit physische oder psychische Belastung, also innere und äußere Faktoren, so genannte Stressoren, die auf den Organismus einwirken.
 
Stressoren
Äußere Stressfaktoren sind beispielsweise:
Abkühlung oder Erkältung
(z.B. in einer Wurfkiste fällt die Heizung aus, es kommt zur Unterkühlung, daraus resultiert eine Schwächung der Abwehrkräfte, diese gibt Keimen die Möglichkeit zum Eintritt und zur Vermehrung, es kommt z.B. zu einer Atemwegserkrankung oder zu Durchfall); Wetter (Nässe, Kälte, Hitze); Klima (feucht, trocken, sehr kalt, sehr heiß); Jahreszeit (z.B. Virushusten tritt besonders im Winter auf, wenn es sehr kalt ist); Ernährung bzw. Fütterung, Futterwechsel usw.
(falsche Ernährung oder plötzlicher Futterwechsel können Infektionen des Magen-Darm-Traktes begünstigen); Trauma (ein Unfall, bei dem ein Hund innere Blutungen oder Schock erlitt, führt zu einer Schwächung der Abwehrkräfte das Tier ist dadurch anfälliger für Infektionen); Vergiftungen (bei oder nach Vergiftungen kommt es sehr oft zu Störungen der Leber- oder Nierenfunktion, die die Abwehrkräfte beeinträchtigen).
 
Stressfaktoren können weiterhin sein:
Trächtigkeit (Gravidität) Säugezeit = Laktation (die „Milchleistung einer säugenden Hündin ist ganz beträchtlich und sollte nicht unterschätzt worden);
hormonelle Dysfunktion (z.B. Zysten an den Eierstöcken, ausgeprägte Scheinträchtigkeit der Hündin); vegetative Dysfunktion (meist als Erbrechen oder Durchfall); Ermüdung und Erschöpfung (säugende Hündin, Hündin nach Kaiserschnitt, Jagdhunde nach extremer Belastung, Rüden, die tagelang unterwegs waren wegen einer läufigen Hündin); innere Erkrankungen (Leber, Niere, Herz usw.).
Aus dem Gesagten ergibt sich jedoch, dass vor allem für die so genannten infektiösen Faktorenkrankheiten die gegen Erreger gerichtete Therapie nicht allein erfolgreich sein kann und ist. Die Therapie richtet sich daher auch gegen den Einfluss der inneren und äußeren Stressoren. Hierzu gehören z.B. hygienische Maßnahmen, Verbesserung des Klimas in einer Wurfkiste, Vermeiden von Fütterungsfehlern, also das Vermeiden von Stressoren. Die Praxis ergibt jedoch, dass es aus den verschiedensten Gründen nicht so selbstverständlich möglich ist, Stressfaktoren zu vermeiden.
Als weiteren Angriffspunkt versucht man, über die Stimulation der Abwehrkräfte eine wirksame Bekämpfung zu erreichen:
-medikamentelle Steigerung der unspezifischen Resistenz (z.B.
Paramunisierung, Vitamine)
-vorbeugende Impfung gegen spezifische Erreger (Staupe,
Parvovirose usw.)
 
Therapieansatz
 
Die Homöotherapie richtet ihr Augenmerk nicht in erster Linie auf den Erreger, sondern auf den erkrankten Wirt. Der Therapieansatz richtet sich auf den Wirt, betrachtet und bewertet die Reaktion des Tieres, der Tiergruppe oder des Menschen auf die Infektion. Dieser Ansatz leitet sich ab aus der Beobachtung, dass Tiere (oder auch Menschen) auf den Kontakt bzw. die Infektion mit einem Erreger ganz verschieden reagieren, entsprechend ihrer individuellen Ausgangssituation und Abwehrlage. Diese individuelle Infektionen, aber eile Reaktionsweise auf eine Infektion äußert sich z.B.:

-in der Art des Fiebers (nur leicht erhöht oder sehr hohes Fieber)
-ob mit oder ohne Schweiß (beim Hund nur zu sehen an den
Schweißabdrücken der Pfoten)
-Art der Kreislaufsymptome (Herz bzw. Puls pochend oder schwach)
-Art und Aussehen der Entzündung, z.B. eitrig oder wässrig oder
geschwürig
-Verschlimmerung am Morgen oder am Abend
-verbunden mit Abgeschlagenheit und Schwäche (Apathie) oder mit
Übererregbarkeit oder Schreckhaftigkeit
-mit oder ohne Durst
-mit oder ohne Appetit
-Besserung durch Wärme oder Kälte usw.
 
 
Simileregel - Kern der Therapie
 
Kern der homöopathischen Therapie ist die Simileregel:

Nach dem Simileprinzip muss das heilende, homöopathische Arzneimittel ähnliche Symptome hervorrufen können wie die, die es heilen soll.
Der Organismus soll durch den spezifischen Reiz eines homöopathischen Arzneimittels selbst Abwehrkräfte mobilisieren und da mit die Heilung einleiten. Die Wiederherstellung der Funktion von Organen, die Abheilung von Gewebe, von Schleimhautveränderungen, von Entzündungen, das Abstoßen von Sekret, die Wiederherstellung der Kreislauffunktion usw. ist Ziel homöopathischer Therapie.
In einem gestärkten Organismus können Krankheitserreger sich nicht weiter vermehren. Der Wettlauf zwischen Vermehrung und Verbreitung der Erreger und der erfolgreichen Aktivierung der unspezifischen und spezifischen Infektabwehr wird zugunsten des Wirtes entschieden.
 
Wahl des homöopathischen Arzneimittels – Das Patientenbild bestimmt Heilmittel
 
Der homöopathisch arbeitende Therapeut muss seinen Patienten als ganzes Wesen erfassen. Und hier liegt die Schwierigkeit dieser Heilmethode. Die Anwendung der Homöopathie ist bei einem Tier nicht so einfach wie beim Menschen, der seine Beschwerden durch die Sprache ausdrücken kann.
In der Homöopathie ist der Patient maßgeblich mitverantwortlich für den Heilerfolg. Von ihm werden viel Ehrlichkeit und Selbstbeobachtung abverlangt. Der Patient muss ehrlich sich selber gegen über sein, was zwar einfach tönt, aber sicher nicht immer einfach ist. Denn was wir nicht wahrhaben wollen, wird schnell einmal verdrängt. Der Therapeut braucht aber die aufrichtige Mithilfe des Patienten, nur so kann er sich ein treffendes Bild über ihn machen. Und wie ist das bei Tieren? Sie können ja ihren Gemütszustand und ihren Schmerz nicht selber beschreiben. Hier ist der Therapeut auf die Beobachtungen des Tierhalters angewiesen. Der Therapeut muss die Gewohnheiten des zu behandelnden Tieres genau kennen, seine Vorlieben sowie seine Abneigungen. Mit der Krankheit haben die Fragen meist nichts zu tun. Dafür will der Therapeut z.B. wissen, was das Tier gerne frisst, wie es frisst — hastig oder Häppchenweise? Bevorzugt es Wärme oder Kälte? Wie ist die häufigste Schlafstellung? Wie reagiert das Tier in dieser oder jener Situation? Hat es vor etwas besonderem Angst, vor Gewitter oder lauten Tönen? Welche Gewohnheiten hat es? Wie verhält es sich gegenüber fremden Menschen? usw.
Zusätzlich werden aber auch Körperbau, die Haltung und der Bewegungsablauf erfasst. All diese Angaben zusammen ergeben das Patientenbild — nach ihm wird das Heilmittel bestimmt.
 
Ganz wesentlich für die Wahl eines homöopathischen Arzneimittels ist die aus- lösende Ursache, die Krankheit als Folge von... ‚ z.B.: Wind, Zugluft, Kälte, Nässe, Hitze, Fütterungsfehler wie falsch zusammengesetztes, nicht artgerechtes oder verdorbenes Futter, Transport, psychische Belastung durch Transport, Ausstellungen, Prüfungen, Trauma, Überanstrengung bei Leistungs- und Sporttieren, Folgen von Hochleistung, z.B. sehr hoher Milchleistung usw.
Homöopathische Arzneimittel beseitigen nicht die Stressoren.
Läßt sich der auslösende Streßfaktor eindeutig feststellen und lassen die Symptome am Tier die Zuordnung zu einem Arzneimittel zu, so haben wir, vor allem bei den infektiösen Faktorenkrankheiten, mit homöopathischer Therapie gute Erfolge zu verzeichnen.
 
Beispiel Virusinfektion:
Immer wieder treten im Winter bei Temperaturen unter 0°C Infektionen mit Virushusten bei allen Hunderassen auf. Der Virushusten ist sehr ansteckend und wird dort, wo viele Hunde zusammenkommen, also besonders in Parks, auf Hundeplätzen oder Ausstellungen verbreitet. Erreger sind in erster Linie verschiedene Viren (Parainfluenza-, Reoviren, Canines Adenovirus, Herpesviren, humane Influenzaviren u.a.). Gefürchtet sind sog. Sekundärinfektionen mit Bakterien (Streptokokken, Staphylokokken, Pasteurellen, Klebsiellen u.a.).
Die Infektion kann mit hohem Fieber oder nur geringgradig erhöhter Temperatur verlaufen. Es kann zu Beginn mehr eine Entzündung des Rachens (Pharyhgitis) vorliegen, der Luftröhre (Tracheitis) oder der Bronchien (Bronchitis) oder auch eine Kombination (Laryngotracheobronchitis). Die Tiere husten mehr oder weniger stark, im Liegen, bei Bewegung, im Haus oder im Freien. Der Husten ist zu Beginn mehr trocken, später auch rasselnd.
Da es unmittelbar virusabtötende Arzneimittel nicht gibt, ist die konventionelle, allopathische Therapie in erster Linie gegen die bakterielle Sekundärinfektion gerichtet und gibt zusätzlich hustenstillende oder sekretlösende Mittel. In neuerer Zeit kann man mit so genannten Paramunitätsinducer die Mobilisierung der unspezifischen Abwehrmechanismen unterstützen.
Bei homöopathischer Therapie stärkt man spezifisch für das jeweilige Tier die Abwehrmechanismen. Homöopathische Arzneimittel haben sich bei Viruserkrankungen besonders bewährt, bei der Behandlung mit Antibiotika werden etwa vorhandene Bakterien unterdrückt. Gleichzeitig haben jedoch die meisten Antibiotika eine eher immunsuppressive, d.h. die Abwehrkräfte schwächende Wirkung. Die Eigenmechanismen des Organismus werden durch Antibiotika zusätzlich geschwächt. Dies hat zur Folge, dass viele so behandelte Hunde sehr schlapp sind und mehrere Tage keine oder kaum Nahrung aufnehmen. Manche reagieren zudem mit Erbrechen oder Durchfall.
Bei einer homöopathischen Therapie kann die erhöhte Temperatur noch ein bis zwei Tage länger fortdauern, dies ist jedoch eine gesunde Reaktion des Organismus. Die Tiere sind bei gutem Allgemeinbefinden und nehmen Nahrung auf. Es wird nicht versucht, den Hustenreiz zu unterdrücken. Die Schleimhäute der Atemwege heilen ab, somit hört auch der Husten auf. Die homöopathischen Arzneimittel werden nach der Symptomatik individuell herausgesucht. Es werden Mittel eingesetzt, die für sich in der Lage sind, unter bestimmten Voraussetzungen eine ähnliche Veränderung, einen ähnlichen Husten hervorzurufen  (Simileregel ).Löst sich der Husten oder wird Sekret ausgehustet, so ist dies ein Zeichen der Heilung, die Tiere sind dabei munterer.
 
In der homöopathischen Therapie muss jeweils erfragt werden, wie das Tier auf die Infektion reagiert :
-mit oder ohne Fieber ?
-wie hoch ist das Fieber ?
-ist das Fieber morgens oder abends höher ?
-ist das Tier eher ruhig, evtl. apathisch oder unruhig, ängstlich ?
-wie sind Herz und Kreislauf ?
-tritt der Husten mehr im Liegen auf, in der Bewegung, im Haus, im
Freien, nach Belastung ?
-läßt sich der Husten durch Druck auf Kehlkopf oder Luftröhre
auslösen?
-ist der Husten mehr trocken , bellend, rasselnd usw.?
-wird noch Nahrung aufgenommen, ist das Tier schlapp oder im
Allgemeinbefinden gestört?
 
Viele Faktoren die für die richtige Repertorisation ( richtige Mittelfindung ) eine wichtige Rolle spielen.
 
Je älter eine Krankheit ist, desto länger dauert der Heilungsprozess. Bei akuten Leiden können die Beschwerden mit dem richtig gewählten Mittel innerhalb von Minuten gelindert werden. Mit viel Geduld können mit Homöopathie auch chronische Krankheiten geheilt werden, bei denen die Schulmedizin nicht oder nur mit einer Dauermedikation helfen kann. Natürlich gibt es auch Grenzen, etwa bei Krebs, wo sie allenfalls unterstützend und zur Milderung der Symptome eingesetzt werden kann. Auch kann Homöopathie nicht alle chirurgischen Eingriffe ersetzen.
Interessant ist, dass Tiere meist besser auf eine homöopathische Behandlung ansprechen als wir Menschen. Diese Tatsache dürfte wohl die Behauptung, bei der Homöopathie handle es sich lediglich um einen Placebo-Effekt, klar
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